Verkehrsunfälle
Die Rekonstruktion von Verkehrsunfällen ist unser Hauptgebiet. Dirk Schrievers ist dafür von der IHK für Oberfranken Bayreuth öffentlich bestellt und vereidigt.
Ein Gutachten wird meist nötig, wenn sich die Beteiligten nicht auf einen Hergang einigen können oder ein technischer Defekt im Raum steht.
Typische Fragestellungen
Vermeidbarkeit
Hätten die Beteiligten den Unfall vermeiden können, und wenn ja, wie?
Unfallursache
Technischer Defekt, überhöhte Geschwindigkeit oder Unaufmerksamkeit?
Schuldfrage
Die Entscheidung trifft das Gericht. Wir liefern die technische Einschätzung, etwa ob den Unfallgegner eine Teilschuld trifft.
Plausibilität
Passen die Schilderungen der Beteiligten zu den Spuren und Schäden?
War der Unfall vermeidbar?
Ein Pkw fährt mit 70 km/h statt der erlaubten 50 km/h. 36 m vor ihm tritt ein Hindernis auf. Nach 1,0 s Reaktions- und Ansprechdauer bremst er mit 7,5 m/s².
Mit 70 km/h erreicht er das Hindernis noch mit 41 km/h. Mit 50 km/h hätte er nach 26,8 m gestanden, 9,2 m davor.
| 70 km/h | 50 km/h | |
|---|---|---|
| Reaktionsweg | 19,4 m | 13,9 m |
| Bremsweg bis Stillstand | 25,2 m | 12,9 m |
| Ergebnis | Kollision mit 41 km/h | Stillstand davor |
So entsteht eine Rekonstruktion
- 1
Unterlagen auswerten
Akte, Polizeiskizze, Fotos der Fahrzeuge und Zeugenaussagen.
- 2
Ortstermin
Besichtigung von Unfallstelle und Fahrzeugen, Vermessung per Laserscan.
- 3
Simulation
Kollisionsanalyse und Vergleich mit Crashtests, um die Geschwindigkeiten einzugrenzen.
- 4
Gutachten
Ergebnisse mit Weg-Zeit-Diagrammen und 3D-Darstellungen, verständlich auch ohne technisches Vorwissen.

3D-Vermessung der Unfallstelle
Seit 2013 vermessen wir Unfallstellen mit einem 3D-Laserscanner. Aus der Punktwolke lässt sich jede Ansicht nachträglich erzeugen. Steigungen, Gefälle und Gräben werden genau erfasst, und gemessen werden kann auch bei Dunkelheit.
Gescannte Fahrzeuge lassen sich am Computer zusammensetzen. So lässt sich prüfen, ob die Schäden zueinander passen.
Gebäude und andere Objekte scannt unser Partnerbüro Metrika360.
Biomechanik und HWS-Gutachten
Nach einem Auffahrunfall ist oft strittig, ob die Belastung für eine Verletzung der Halswirbelsäule ausgereicht hat. Wir berechnen die Geschwindigkeitsänderung des Fahrzeugs und daraus die Belastung der Insassen, mit Mehrkörpersimulationen und im Abgleich mit Crashtests.
Dirk Schrievers erstellt biomechanische Gutachten seit 1995.
Die Animation zeigt schematisch einen Heckaufprall mit 10 km/h Geschwindigkeitsänderung. Das Fahrzeug wird nach vorn beschleunigt, der Kopf bleibt zunächst zurück und schwingt dann nach vorn.
Kontakt
Schildern Sie uns kurz Ihren Fall, telefonisch oder per E-Mail.

